Projekte

Das Schulprojekt – Vom Gedanken zum Buch

Jeder von uns kennt es und kauft oder wünscht sich zu besonderen Anlässen ein Neues: Das Buch. Aber wie entsteht es und welche Prozesse gehören dazu, bis wir es in der Buchhandlug oder im Internet aussuchen und erwerben können?

 

In einem Werkstattgespräch mit dem Autor werden Schüler/Innen Lyrik und Kurzprosa (Erzählung, (Reise-)Tagebuch) renommierter Schriftsteller/Innen wie zum Beispiel Thomas Mann, Knut Hamsun, Erich Mühsam, Gertrud Kolmar oder Klaus Mann vorgestellt. Die Schüler/Innen lernen verschiedene literarische Formen kennen und bekommen Einblick in den Entstehungsprozess eines Buches. Anhand von Manuskript-Entwürfen und Notizen des Autors wird ihnen der Ablauf deutlich dargestellt. Zusätzlich lernen sie die Lektoratsarbeit kennen. Die persönliche Begegnung der Schüler/Innen mit dem Autor steht im Mittelpunkt. Er gibt ihnen Auskunft über Leben und Werk, Schreibanfänge, Entwicklungen. Schüler sollen angeregt werden, eigene Texte zu verfassen, Sprache zu erproben. Dies geschieht als Anregung durch Ergänzen von Lückentexten anhand eigener Gedichte des Autors. Die Neugier auf Sprache und Sprachgestaltung sowie auf das Buch als ein Medium der Kommunikation und menschlichen Begegnung, die Neugier auf das Lesen sollen geweckt werden. Dazu liest der Autor auch aus seinem Werk.

Der Autor bietet auch im Ausland an Deutschen Schulen das Schulprojekt an. In der Deutschen Schule in Athen hat er das Projekt  bereits  mehrmals vorgestellt.

 

 
„Ich habe die Zeit für mich – Auf Hamsuns überwachsenden Pfaden in Aurdal“

In der literarischen Dokumentation über den norwegischen Schriftsteller Knut Hamsun (1859-1952), Literaturnobelpreisträger von 1920, wird den Anfängen und Spuren des jungen Dichters nachgegangen. Der große Romancier der Weltliteratur lebte in einem ewigen Zwiespalt zwischen mystisch-getriebener Rastlosigkeit des Landstreicherdaseins und stiller Daseinsfrömmigkeit und Erfülltheit im bäuerlich-sesshaften Leben.

 

Der Autor Klaus Rainer Goll verknüpft in dem Vortrag eigene Empfindungen, Eindrücke und Entdeckungen, die er auf seinen bisherigen Hamsun-Reisen gewonnen und in Tagebüchern festgehalten hat. „Goll, der für die erste Veröffentlichung über Aurdal außerhalb Norwegens während sieben „Hamsun-Reisen“ sehr akribisch recherchiert hatte, gestaltet seinen poetischen Vortrag mit lyrischen Elementen sehr einfühlsam und nuanciert“, so der Lübecker Lutz Gallinat über die Veranstaltung. Der Vortrag dauert ca. 1,5 Stunden, in den Text sind Dias mit eingestreut.

Chopin-Abend – Wo Texte klingen und Töne sprechen

2010 ist anlässlich des 200. Geburtstages von Frédéric Chopin zusammen mit dem Pianisten Olaf Silberbach ein literarisch-musikalischer Abend entstanden. Das Duo bietet seitdem die Veranstaltung regelmäßig an. Klaus Rainer Goll rezitiert eigene Gedichte und wird von Olaf Silberbach am Flügel begleitet. Er spielt Préludes und Etuden von Chopin.

 

 

 
Begegnung mit Katia Mann – Lesung und Gespräch

“Er ist über seine Liebe zu Thomas Mann zur Literatur gekommen. Er hat seine Examensarbeit über den Doktor Faustus-Roman geschrieben – Ende der sechziger Jahre, als dies noch einem Bekenntnis gleichkam, weil es ganz und gar nicht den dominierenden literarischen Moden entsprach, weil Thomas Mann und seine Familie damals noch nicht zu dem Mythos der Deutschen geworden waren, der sie heute sind, mit allen Irrungen und Wirrungen, die damit zusammenhängen. Wie stark diese Zuneigung war, das zeigt die Widmung der ‘Windstunden’, die der Dichter auch in die Neuauflage übernommen hat. ‘Katia Mann gewidmet’, heißt es da in aller Kürze, aber hinter diesen drei Worten verbirgt sich eine eindrucksvolle Geschichte. Von  1970 bis zu ihrem Tod 1980 stand Klaus Rainer Goll in einem Briefwechsel mit der Witwe Thomas Manns.“ – So beschreibt Prof. Dr. Hans Wißkirchen, Geschäftsführender Direktor der Lübecker Museen und Präsident der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft, im Nachwort des Lyrikbandes „Windstunden“ die Begegnung mit Katia Mann.

 

Von 1970 bis zu ihrem Tod 1980 stand der Dichter in einem engen Briefwechsel mit der Witwe Thomas Manns. In dem Vortrag erzählt der Dichter, wie er als 25-Jähriger der damals 87-Jährigen seinen  ersten Brief am 18. Juli 1980 schrieb und daraufhin ein reger Briefwechsel entstanden ist. Es wird aus dem Briefwechsel gelesen, aus Tagebüchern und dem Lyrikband „Windstunden“, den er 1973 Katia Mann widmete. Im Gespräch stellt der Autor seine Verbindungen auch zu weiteren Mitgliedern der Familie Thomas Mann dar.